Weiß-blau sind die Farben der neuen Züge von Go-Ahead. Foto: Go-Ahead/Winfried Karg (Downloadlink und weitere Bilder unten)

Künftig fahren Züge in Weiss-Blau




Eisenbahnunternehmen Go-Ahead startet im Dezember auf weiteren Strecken

Im Dezember 2021 hat Go-Ahead Bayern den Betrieb im E-Netz Allgäu aufgenommen, nun übernimmt das Unternehmen im Dezember 2022 den Regionalzugverkehr auf weiteren Eisenbahnstrecken. Im Einzelnen sind dies die Linien:

  • RE9 München – Augsburg – Ulm
  • RE80 München – Augsburg – Treuchtlingen – Würzburg
  • RE89 München – Donauwörth – Aalen
  • RB86 München – Augsburg – Dinkelscherben
  • RB87 München – Augsburg – Donauwörth
  • RB89 Donauwörth – Aalen

Auftraggeber dafür sind die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die im Auftrag des Freistaats den bayerischen Regional- und S-Bahn-Verkehr plant, finanziert und kontrolliert, sowie das Verkehrsministerium von Baden-Württemberg. "Unser ganzes Team freut sich sehr auf den Start und wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass alles gelingt und wir die Fahrgäste ab dem 11. Dezember zuverlässig und komfortabel an ihr Ziel bringen", so Fabian Amini, Geschäftsführer von Go-Ahead Bayern. "Gleichzeitig ist es auch für uns alle eine große Herausforderung, den Zugverkehr auf so vielen Strecken von einem Tag auf den anderen ins Laufen zu bringen. Daher bitte ich schon jetzt um Nachsicht und Geduld, sollte anfangs etwas nicht funktionieren."

Einige Neuerungen – vieles bleibt wie bisher

Die Fahrgäste dürfen sich vor allem auf die fabrikneuen, weiß-blauen Züge freuen. Darüber hinaus werden die Kapazitäten zwischen Augsburg und München im Berufsverkehr und zu weiteren aufkommensstarken Tageszeiten erhöht, indem in besonders nachgefragten Zügen mehr Sitzplätze als bisher angeboten werden.

Die gewohnten Fahrkarten gelten weiterhin – ob Verbund-Abo, Bayern-Ticket, Einzelfahrt mit Bahncard-Rabatt oder eine andere Fahrkarte. Auch die Fahrzeiten zwischen den einzelnen Bahnhöfen und das Grundgerüst des Fahrplans bleiben vielerorts unverändert.

Von München aus sind alle Endpunkte zumeist umsteigefrei aufgrund vieler durchgehender Verbindungen erreichbar. Dazu werden wie bisher auch Züge aus mehreren Zugteilen gebildet; in Augsburg und Donauwörth erfolgt dann die Trennung zu den verschiedenen Endbahnhöfen. In der Gegenrichtung verläuft es genau umgekehrt, verschiedene Zugteile werden vereint und fahren dann gemeinsam nach München.

Mehr Platz für Pendler:innen

Go-Ahead wird auf den Linien rund um Augsburg eine Flotte von 56 elektrischen Triebzügen einsetzen, die die Firma Siemens Mobility hergestellt hat. Zum einen wird der sogenannte Desiro HC erstmals in Bayern und mit 12 Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Er verfügt als fünfteiliger doppelstöckiger Triebwagen über 500 Sitzplätze in der zweiten Klasse und 38 in der ersten Klasse; zwei dieser Fahrzeuge können zusammengekuppelt werden, so dass dann Züge mit 1.000 Sitzplätzen in der zweiten Klasse zur Verfügung stehen - das bedeutet mehr Platz für die Pendler:innen, vor allem in den Zügen zwischen München und Augsburg. Daneben werden auch 44 Triebwagen eines zweiten Fahrzeugtyps, dem einstöckigen dreiteiligen Mireo, eingesetzt, die 200 Sitzplätze in der zweiten sowie 16 Sitzplätze in der ersten Klasse haben und von denen bis zu vier miteinander gekuppelt werden können.

Die Fahrzeuge sind zeitgemäß ausgerüstet. Im Fahrzeuginneren werden die Fahrgäste über Bildschirme und Durchsagen auf den nächsten Haltebahnhof und die Anschlussverbindungen hingewiesen; an vielen Sitzplätzen gibt es Steckdosen und Tische, und die Sitzabstände sind großzügiger bemessen als bisher. Viel Platz für Fahrräder, Kinderwägen und Gepäck erwartet die Fahrgäste in den neuen Zügen. Selbstverständlich wird auf Barrierefreiheit viel Wert gelegt: Wenn die Bahnsteige hoch genug sind, kann man stufenlos einsteigen. Bei niedrigen Bahnsteigen machen Trittstufen den Einstieg leichter, für Rollstuhlfahrer:innen stehen in jedem Zug ein Hublift und eine ausklappbare Rampe zur Verfügung. Zudem hat der Freistaat nachträglich die Ausrüstung der Züge mit WLAN beauftragt, die im Laufe des Jahres 2023 realisiert wird.

Fahrgastinformation

Einige Details ändern sich bei der Fahrgastinformation und im Kundenservice:

Einige Zahlen

  • 56 neue elektrische Triebzüge wird Go-Ahead auf den gewonnenen Linien einsetzen
  • rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei Go-Ahead Bayern tätig
  • Der Auftrag zum Betrieb dieser Linien hat einen Umfang von 7,6 Millionen Zugkilometern pro Jahr
  • Auf diesen Linien bedient das Unternehmen dann täglich 71 Stationen
  • Jeder Zug von Go-Ahead Bayern hat mindestens 216 Sitzplätze und 18 Fahrradplätze, diese Zahl kann auf maximal 1076 Sitzplätze und 90 Fahrradplätze erhöht werden
  • Die Züge haben eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h
  • Dieser Vertrag für Go-Ahead Bayern hat eine Laufzeit bis Dezember 2034

 

Go-Ahead

Die Go-Ahead Bayern GmbH wurde im Februar 2019 als Tochterunternehmen der Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH gegründet. Das Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Sitz in Augsburg dient der Personenbeförderung im Nah- und Regionalverkehr mit Zügen in Bayern und angrenzenden Ländern. Seit Dezember 2021 betreibt Go-Ahead Bayern die Strecke München – Memmingen – Lindau. Daneben fährt die Schwestergesellschaft Go-Ahead Baden-Württemberg GmbH seit 2019 Züge auf mehreren Strecken, unter anderem auch von Stuttgart in die bayerischen Städte Nürnberg und Würzburg.

Die Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH ist eine Tochter des britischen Unternehmens Go-Ahead, einem der führenden Anbieter von öffentlichem Nahverkehr mit Bus und Bahn. In Großbritannien befördert Go-Ahead rund 30 Prozent aller Bahnreisenden und durch verschiedene regionale Busgesellschaften täglich über zwei Millionen Passagiere. Nachhaltigkeit und Sicherheit sind zentrale Unternehmenswerte, die in der täglichen Arbeit gelebt werden. Das beweist die Auszeichnung mit dem Carbon Trust Triple Standard für Müllrecycling, Wassersparsamkeit und klimafreundliches Engagement.







Kontakt

Go-Ahead Bayern GmbH

  • Morellstraße 33
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Winfried Karg, Pressesprecher (Ansprechpartner für Medienanfragen)