Go-Ahead bietet zusätzlichen Service an




Ab Dezember werden im Auftrag des Unternehmens in Donauwörth und Günzburg auch Fahrkarten für die Fernverkehrszüge der DB AG verkauft

Eine gute Nachricht für Fahrgäste aus Donauwörth und Günzburg: sie können weiterhin Fahrkarten für die Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn AG an den dortigen Bahnhöfen kaufen. Das Eisenbahnunternehmen Go-Ahead Bayern, das ab Dezember mehrere Regionalzuglinien in der Region übernimmt und damit auch für den Verkauf von Nahverkehrstickets an vielen Stationen zuständig wird, will dies möglich machen. Das war bis vor kurzem unklar, da die Deutsche Bahn AG (DB) zwar mit ihren Fernverkehrszügen in diesen Städten hält, dort aber künftig keinen eigenen Fahrkartenschalter mehr betreiben möchte. Reisebüros oder Bahnunternehmen wie Go-Ahead können bei der DB eine Lizenz zum Verkauf von Fernverkehrsfahrkarten beantragen, müssen dafür aber etliche aufwändige Anforderungen erfüllen und bekommen dafür nur einen geringen Anteil am erzielten Umsatz.

„Wir freuen uns, dass wir den Bürgern der Region diesen Service anbieten können,“ so Fabian Amini, Geschäftsführer von Go-Ahead Bayern. „Wir werden uns aber jedes Jahr die Zahlen ansehen müssen und hoffen, dass dieses Angebot für uns zumindest kostendeckend bleibt. Falls nicht, werden wir das nicht aufrechterhalten können. Wir werden nicht draufzahlen, nur weil sich die DB immer mehr aus der Fläche zurückzieht und auf den Online-Verkauf setzt.“

Den Verkauf vor Ort übernimmt die Firma Transdev Vertrieb, die im Auftrag von Go-Ahead u.a. Verkaufsstellen in den Bahnhöfen in Donauwörth und Günzburg eröffnen wird. Dort werden dann neben Fahrkarten für den Regional- und Nahverkehr auch Fernverkehrsfahrkarten für die Züge der DB AG verkauft. In Donauwörth ist geplant, dass die Verkaufsstelle täglich für insgesamt 50 Stunden pro Woche geöffnet sein wird, die Verkaufsstelle in Günzburg wird von Montag bis Freitag jeweils für 40 Stunden pro Woche öffnen.

Go-Ahead sieht sich als Dienstleister für die Region, aber damit auch in Zukunft an vielen Stationen der Kauf von Fernverkehrsfahrkarten vor Ort noch möglich ist, bedarf es der politischen Unterstützung, um einen Kurswechsel des DB-Konzerns in dieser Frage zu erreichen. Derzeit gibt es für solche Fahrkartenverkäufe noch bis zu 10 Prozent Provision, ab dem Jahreswechsel werde die DB dies auf 5 Prozent halbieren – das ist sehr wenig, wenn man die hohen Aufwände berücksichtigt, die damit verbunden sind. So muss man dafür zum Beispiel gesonderte Vertriebstechnik anschaffen, ein getrenntes Kassensystem vorhalten, und die Mitarbeiter:innen regelmäßig zu Fortbildungen und Schulungen schicken. Auch weitere Senkungen der Provisionen sind in naher Zukunft nicht ausgeschlossen.

Nicht alle Menschen können jedoch mit Handy und Computer problemlos umgehen und benötigen daher an der Station vor Ort einen Fernverkehrsfahrschein. „Wenn es dann nur noch in den allergrößten Städten Fahrkartenschalter mit Fernverkehrsticketverkauf gibt, schließt man auf diese Weise einen deutlichen Teil der Bevölkerung von der Benutzung der Fernverkehrszüge aus – und das macht ein Unternehmen, das der Bundesrepublik und damit allen Bürgerinnen und Bürgern gehört. So erreichen wir miteinander die angestrebte Verkehrswende nicht“, so Amini.




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Go-Ahead Bayern GmbH

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Winfried Karg, Pressesprecher (Ansprechpartner für Medienanfragen)